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"Ritter Rochows letzte Nacht"

Nun nicht allein mit dem Schwerte messen sich die Mannen, auch Geschick und Verstand bringen sie auf, um einander zu überbieten. Verschiedendliche Disziplinen führen sie aus. Derweil ist der Saal gefüllt mit reichlich Volk, und es ist schließlich an den Leuten zu entscheiden, wer im Streit obsiegt. Bleibt Rochow ein freier Mann oder ist dies seine letzte Nacht in Golzow, ehe ihn der Sachse dem Markgrafen ausliefert?

Der Wettstreit der beiden Ritter zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend im Gastraum der Alten Brennerei in Golzow. Glänzte die Sagenschmiede in der Vergangenheit oft und gern mit vorgetragenen Mären, ist es nun zuvorderst das Spiel, das das erlauchte Publikum erleben darf. Als Rudolf von Sachsen tritt Artiflex Christian Heise gegen Sagenschmied Heiko Hesse als Wichard an. Letzterer kommt nicht allein. Sein getreuer Knecht Gisbert steht dem Golzower Ritter kühn, tapfer und wortgewandt bei.

Pfeifer Matthias Kriesel verzückt die edlen Gäste mit vielerlei guter Musik auf der Laute und den Zauberflöten, von denen er zwei zugleich zu blasen vermag. Mit seinem guten Geschick führt er auch den Suppenschelm Jens Wiedecke und den Sachsen mit deren Instrumenten zu harmonischen Klängen, vielleicht auch den Sagenschmied.

Der Suppenschelm tafelt reichlich auf. Spanferkel brät er gut und fein. Eine leichte Apfelsuppe gibt es auch, ebenso das Apfelschmalz, gute Kräuterbutter und bestes Brot. Das kulinarische Finale bereitet er aus dicker Mandelmilch mit Honigkirschen. Wer es noch nicht weiß, dem sei gesagt: Auf den Tisch kommen einzig Speisen, die es im Hause Rochow anno 1414 auch hätte geben können.

Im Preis von 25 Euro je Person sind nur die Getränke nicht enthalten. Karten gibt es in der Alten Brennerei oder unter 0174/3636279.